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Interview mit Milan Peschel ("Das kalte Herz")
29. August 2016

maerchenfilm.info traf am 29. August den Schauspieler Milan Peschel in Berlin zum Interview. Er verkörpert den Waldgeist Glasmännchen in der Neuverfilmung des Märchen "Das kalte Herz".

Die Rolle des Glasmännchens ist ja eine ungewöhnliche Neuinterpretation gegenüber dem Märchen. Haben Sie sich Ihre Rolle nach Lesen des Drehbuches so vorgestellt?
Die 1. Drehbuchfassung, die ich bekommen habe, war noch eine andere. Als ich mich mit Johannes (Regisseur Johannes Naber) getroffen habe, kannte ich die neue Fassung noch nicht. Da hat er mir erzählt, in welche Richtung das gehen soll. Dann erst habe ich die neue Fassung des Drehbuches gelesen.

Wie fanden Sie die Neuinterpretation des Märchens?
Man muss ja was Neues, was Eigenes kreieren, den anderen Film gibt's ja schon.
Es ist auf jeden Fall eine interessante Deutungsmöglichkeit. Ob man das braucht, da muss sich jeder selbst seine Meinung bilden. Ich finde es auf jeden Fall nicht uninteressant.

Warum heißt das Glasmännchen noch so, obwohl gerade diese Rolle völlig neu interpretiert ist?
Die Frage ist, wie weit entfernt man sich vom Original. Die ganze Geschichte vom kalten Herz ist ja eine Kapitalismuskritik. Diese schließt auch Umwelt und Ökologie mit ein. Insofern ist ein Naturgeist, der die Natur bewahren möchte, nicht ganz fehl am Platz. Heutzutage mehr denn je. So wie wir den Planeten immer mehr ausbeuten, um das Wachstum zu garantieren und um höhere Erträge zu erzielen, ist das nicht ganz unwichtig, diesen Gedankenraum aufzumachen.

Hatten Sie beim Dreh Einfluss auf die Rolle bzw. Kostüm?
Nein, das Kostüm, die Richtung in die es gehen sollte, war von Johannes vorgegeben. Er wusste ganz genau, was er haben wollte.
Natürlich hat man immer wenn man dreht Einfluss, weil das, was man sich zu Hause ausdenkt, muss am Set in der Szene funktionieren und da entwickelt man gemeinsam, was das Optimale ist.

Was ist Ihr Lieblingsmärchen?
Die Märchen von Wilhelm Hauff sind schon ganz weit vorne, weil sie über die klassischen Märchen hinausgehen. Er ist ein besonderer Erzähler und transportiert nochmal andere Botschaften.
Wie im kalten Herz diese Kapitalismuskritik, ohne dass sie benannt wird. Das ist ein Märchen, das  noch lange aktuell bleiben wird.
Auch Kalif Storch ist fantastisch; ich finde auch das tapfere Schneiderlein toll und die russischen Märchen.









Fotos: maerchenfilm.info, Weltkino Filmverleih

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