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Die kluge Bauerntochter (CH 1971)

Ein Bauer findet in einem vom König geschenkten Acker einen goldenen Mörser. Da er den dazugehörigen Stößel nicht findet, rät ihm seine Tochter davon ab, den Mörser ohne den Stößel dem König zu bringen. Der Bauer tut es trotzdem und wird sogleich gefangen gesetzt, weil der König ihm vorhält, den Stößel unterschlagen zu haben.

Erst nachdem die Bauerntochter den König von ihrer Klugheit überzeugt, indem sie eine vermeintlich unlösbare Aufgabe löst, lässt dieser den Bauern wieder frei, heiratet die Bauerntochter und macht sie zur Königin...

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Ein Grimm'sches Märchen, das zu den schönsten der ganzen Sammlung gehört. Rudolf Jugert inszenierte den Film mit viel Liebe zum Detail. Ein märchenhafter Film.
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Filminformationen
Regie: Rudolf Jugert
Drehbuch: Heinz Bothe-Pelzner
Kamera: Friedl Behn-Grund, Lothar Dreher
Schnitt: Alice Ludwig
Musik: Peter Thomas
Bauten:
Heinrich Mager
Kostüme:
Ingeborg Desmarkowitz
Produktion:
 Ullstein AV
Drehorte: Studio Hamburg GmbH
Erstaustrahlung:
27.03.1977
Spieldauer:
25 Minuten
Autor:
Brüder Grimm
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Besonderheit

Der Film wurde vom Schweizer Fernsehen für die deutsche und rätoromanische Schweiz (SF DRS) (Zürich) produziert. Er gehört zu einer Reihe von Kurzfilmen, die Jugert 1971 für das Schweizer Fernsehen produzierte.
"Die kluge Bauerntochter" wurde 1971 gedreht, seine Premiere erlebte der Film jedoch erst am 27. März 1977.

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Darsteller

Bauerntochter: Susanne Beck
König:
Heinz Trixner
Minister:
Günther Jerschke
Alter Bauer:
Robert Tessen

Fotos: Screenshots
Um eine größere Darstellung der Fotos zu erzielen, bitte einfach auf die kleinen Fotos links klicken.
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 Erschienen auf VHS
VHS
 
 

Autor Marcel Zischg

Marcel Zischg, geboren 1988 in Meran, aufgewachsen in Naturns im Vinschgau.
Nach dem Schulabschluss an der Handelsoberschule „Franz Kafka“ in Meran folgt das Studium der Germanistik in Innsbruck.
Unter dem Titel „Sehnsucht“ erschien im Jahr 2010 Zischgs Erzählung „Das Haus“ in der Studentenzeitschrift „Der Kaktus“ der Universität Innsbruck.
Im August 2012 schloss Zischg sein Bachelorstudium in Germanistik ab. Seit Oktober 2012 studiert er wieder Germanistik, diesmal als Masterstudium. Mitte 2013 wird Zischgs erster Erzählband „Familie am Bach“ im Provinz-Verlag in Südtirol erscheinen.

Diese Märchenverfilmung von Rudolf Jugert schafft es, das Originalmärchen aufgrund seiner Kürze sehr eindringlich darzustellen. In dieser Originaltreue wird jedoch einer freien Interpretation des Stoffs wenig Raum gegeben, sodass die Grausamkeit des tyrannischen Königs ins Auge fällt, welche durchaus die gesellschaftspolitische Kritik des Stoffs in das Zentrum des Geschehens rückt. Nicht zuletzt dadurch fehlt es der Verfilmungan eigeninterpretatorischen Motiven, die in anderen Jugert-Umsetzungen durchaus zugegen sind. Die Rolle der Bauerntochter verblasst etwas vor der Gewalt des Königs.

12.08.2014

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