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Die goldene Gans (D 2013)

In einem kleinen Dorf lebte einst ein armer Tischlergeselle, Dummling genannt und von allen wegen seiner Naivität verachtet und verspottet. Aber anders als seine beiden Brüder und die Dorfbewohner hatte er ein großes Herz und selbiges auf dem rechten Fleck.

Als einziger teilte er mit einem alten Bettler.  Zum Dank ward er dafür mit einer goldenen Gans belohnt. Und weil ihm Geld und Gut nichts bedeuteten, wollte der Junge nur eines: mit diesem wunderlichen Schatz die traurige Prinzessin glücklich machen. Aber der Weg ins Schloss ist weit, und der Neid der Menschen übermächtig...

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Filminformationen
Regie: Carsten Fiebeler
Drehbuch: Anja Kömmerling, Thomas Brinx
Kamera:
Peter Nix
Schnitt:
Monika Schindler
Musik:
Chris Bremus
Kostüme:
Sonja Hesse
Szenenbild:
Alexander Wolf
Produktion:
Kinderfilm GmbH
Produktionsleiter: Günter Fenner
Produzent: Ingelore König
Redaktion:
Irene Wellershoff, Götz Brandt
Auftragssender:
ZDF
Drehorte: Museumsdorf bei Veßra,
Tambach-Dietharz, Schloss Burgk
Drehbeginn: 24.07.2013
Drehende:
21.08.2013
Kinostart:
19.12.2013 (Berlin)
22.12.2013 (Weimar)
Erstausstrahlung:

19.12.2013 (ZDFneo)
24.12.2013 (ZDF)
Spieldauer:
87 Minuten
Autor:
Brüder Grimm
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Darsteller
Dummling Till: Jeremy Mockridge
Prinzessin Luise:
Jella Hase
König Eduard:
Ingo Naujoks
Edeltraud, Schwester des König: Ulrike Krumbiegel
Peter: Till Florian Beyerbach
Paul: Roland Schreglmann
Räubersohn: Edin Hasanovic
Räubervater: Thorsten Merten
Wirtshaustochter Lotte: Teresa Weißbach
Wirtshaustochter Liesel: Anna Böttcher
Bettler: Adolfo Assor
Lächelmeister: Marc Bischoff
Prinz Amandus: Arndt Schwering-Sohnrey
Trompeter: René Lay
Pfarrer: Hilmar Eichhorn
Fotos: ZDF / Katharina Simmet
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Autor Marcel Zischg

Marcel Zischg, geboren 1988 in Meran, aufgewachsen in Naturns im Vinschgau.
Nach dem Schulabschluss an der Handelsoberschule „Franz Kafka“ in Meran folgt das Studium der Germanistik in Innsbruck.
Unter dem Titel „Sehnsucht“ erschien im Jahr 2010 Zischgs Erzählung „Das Haus“ in der Studentenzeitschrift „Der Kaktus“ der Universität Innsbruck.
Im August 2012 schloss Zischg sein Bachelorstudium in Germanistik ab. Seit Oktober 2012 studiert er wieder Germanistik, diesmal als Masterstudium. Mitte 2013 wird Zischgs erster Erzählband „Familie am Bach“ im Provinz-Verlag in Südtirol erscheinen.

„Lachen ist eine ernste Sache“ – es ist ein tiefgründiger Humor, der die ZDF-Neuverfilmung „Die goldene Gans“ auszeichnet. Als Märchenkomödie gelingt es dem Film, den eigentlich sehr ernsten gesellschaftlichen Hintergrund in eine stimmungsvolle und selbstverständliche Märchenwelt emporzuheben. Die Unzulänglichkeiten zweier gesellschaftlichen Schichten werden gerade an diesem Humor, der meist im widersprüchlichen Verhalten der Figuren begründet ist, ausgeschöpft: Die Charaktere sind in einem gesellschaftlichen Spiegel gezeichnet (die Räuber, die Wirtsleute, die Prinzessin, usw.), aber sie widersprechen diesen Rollen, was auf die Unzulänglichkeiten einer Gesellschaft hinweist, die durch die goldene Gans an die Notwendigkeit erinnert wird, dem menschlichen Lachen wieder Geltung zu verschaffen. Die Ordnung wird schließlich völlig gesprengt: durch ein unstandesgemäßes Liebesglück zum Schluss!
Das Drehbuch weist gekonnt sensible und gesellschaftskritische Aspekte in den Dialogen auf. Optisch überzeugen auch die Drehorte, allem voran Schloss Burgk. 
Hervorzuheben ist die Darstellung der Schauspielerin Jella Haase, die die Prinzessin spielt, die durch ihre Mimik die Bitternis des erstarrten Königshofes darzustellen weiß. Die Rollen des kleinen Volks sind gekonnt launisch und gesellschaftskritisch gezeichnet. Jeremy Mockridge spielt Till, den Dummling, dessen Charakter alle Normen der Gesellschaft sprengt: Seine Stimme kommt aus dem Herzen.
Eine rundum gelungene moderne Neuverfilmung von Carsten Fiebeler, die sich mit tiefergründigen Fragen der menschlichen Gesellschaft befasst.

08.01.2014

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